Gehaltserhöhung-Rechner
Berechnen Sie Ihre Gehaltserhöhung als Prozent, festen Betrag oder Zielgehalt. Der Rechner zeigt Monatsbrutto, Jahresbrutto, Netto-Schätzung, Inflation und Stundenlohn-Vergleich.
Eingaben
Ergebnis
Detailvergleich
| Position | Vorher | Nachher | Differenz |
|---|---|---|---|
| Monatsbrutto | – | – | – |
| Jahresbrutto | – | – | – |
| Stundenlohn brutto | – | – | – |
| Geschätztes Netto-Plus | – | – | – |
| Rückwirkende Nachzahlung | – | – | – |
Passende Rechner
Diese verwandten Rechner helfen Ihnen, Brutto, Netto, Steuerklasse, Teilzeit, Stundenlohn und geldwerten Vorteil genauer zu berechnen.
Eine Gehaltserhöhung klingt erstmal immer gut – aber wie viel bleibt davon eigentlich wirklich übrig, wenn man Steuern, Sozialabgaben und die schleichende Geldentwertung durch Inflation mit einrechnet? Und wie vergleicht man ein Angebot von „8 % mehr" fair mit einem Angebot von „300 € mehr pro Monat"? Der Gehaltserhöhung-Rechner beantwortet genau diese Fragen in einem einzigen Werkzeug – egal ob Sie in Prozent, in einem festen Betrag oder mit einem konkreten Zielgehalt rechnen möchten.
Was macht der Gehaltserhöhung-Rechner genau?
Anders als ein einfacher Prozentrechner deckt dieses Tool drei unterschiedliche Ausgangssituationen ab, die in der Praxis alle vorkommen: Der Chef bietet „8 % mehr" an, die Personalabteilung nennt „300 € brutto zusätzlich" oder Sie haben selbst ein konkretes Zielgehalt im Kopf, das Sie erreichen möchten. Aus jeder dieser drei Eingaben errechnet der Rechner dieselben Vergleichswerte: neues Monats- und Jahresbrutto, eine grobe Netto-Schätzung, die Kaufkraft nach Inflation, den neuen Stundenlohn und – falls relevant – eine rückwirkende Nachzahlung für bereits vergangene Monate.
Die drei Eingabemodi im Überblick
Sie kennen die prozentuale Erhöhung, zum Beispiel aus einer Tarifrunde oder einem Angebot des Arbeitgebers, und möchten wissen, was das konkret in Euro bedeutet.
Sie kennen einen festen Erhöhungsbetrag pro Monat oder Jahr und möchten wissen, welcher Prozentsatz und welches neue Gehalt sich daraus ergibt.
Sie haben ein konkretes Wunschgehalt vor Augen und möchten sehen, wie groß der Sprung dorthin in Prozent und Euro tatsächlich ausfällt.
Neben Euro lassen sich Berechnungen auch in Schweizer Franken, US-Dollar oder britischem Pfund anzeigen – praktisch bei internationalen Jobangeboten.
Alle Funktionen auf einen Blick
Über einen frei einstellbaren Netto-Anteil in Prozent wird grob abgeschätzt, wie viel von der Bruttoerhöhung tatsächlich netto ankommt.
Die kaufkraftbereinigte Veränderung zeigt, ob eine Gehaltserhöhung nach Abzug der Inflation tatsächlich ein Plus oder real sogar ein Minus bedeutet.
Auf Basis der eingetragenen Wochenstunden wird automatisch der alte und neue Bruttostundenlohn berechnet.
Wurde eine Erhöhung erst nachträglich vereinbart, lässt sich die Nachzahlung für die betroffenen Monate direkt mitberechnen.
Zwei Balken stellen altes und neues Jahresbrutto direkt nebeneinander dar, ergänzt durch eine vollständige Detailtabelle.
Das Ergebnis lässt sich mit einem Klick als Text kopieren, etwa für eine E-Mail oder Notiz vor dem Gehaltsgespräch.
So nutzen Sie den Rechner Schritt für Schritt
Die Eingabe ist bewusst einfach gehalten, damit Sie auch ohne Vorkenntnisse in wenigen Sekunden zu einem aussagekräftigen Ergebnis kommen.
Aktuelles Bruttogehalt eintragen
Geben Sie Ihr heutiges Bruttogehalt ein und wählen Sie daneben aus, ob es sich um einen Monats- oder Jahresbetrag handelt.
Modus wählen
Klicken Sie auf „Prozent", „Betrag" oder „Zielgehalt" – je nachdem, in welcher Form Ihnen die Information zur Erhöhung vorliegt. Das passende Eingabefeld erscheint automatisch darunter.
Erhöhung eingeben
Tragen Sie den Prozentwert, den Erhöhungsbetrag oder Ihr gewünschtes Zielgehalt ein. Das Ergebnis aktualisiert sich bei jeder Eingabe automatisch.
Netto-Anteil, Inflation und Wochenstunden anpassen
Die Voreinstellungen (55 % Netto-Anteil, 2 % Inflation, 40 Wochenstunden) sind Beispielwerte. Passen Sie sie an Ihre persönliche Situation und die aktuelle wirtschaftliche Lage an.
Ergebnis prüfen und kopieren
Werfen Sie einen Blick auf die farbig hervorgehobenen Felder, die Detailtabelle und den Hinweistext – bei Bedarf kopieren Sie das Ergebnis direkt für die Gehaltsverhandlung oder Ihre Unterlagen.
Vom aktuellen Gehalt zum realen Ergebnis
Damit der Zusammenhang zwischen den drei Eingabewegen und dem Ergebnis klar wird, hilft ein Blick auf den groben Ablauf:
Vereinfachte Darstellung – Stundenlohn-Vergleich und rückwirkende Nachzahlung werden parallel aus denselben Eingaben berechnet.
Nominallohn und Reallohn – der Unterschied, der oft übersehen wird
Die meisten einfachen Gehaltsrechner zeigen nur die nominale Erhöhung in Euro und Prozent an. Doch ob eine Gehaltserhöhung tatsächlich mehr Wohlstand bedeutet, hängt entscheidend davon ab, wie stark gleichzeitig die Preise steigen. Steigt Ihr Gehalt um 3 %, die Preise für Waren und Dienstleistungen aber um 5 %, haben Sie am Ende real weniger Kaufkraft als vorher – auch wenn auf dem Gehaltszettel eine höhere Zahl steht. Genau diesen Unterschied zwischen Nominallohn und Reallohn bildet die kaufkraftbereinigte Veränderung im Rechner ab.
Liegt die eingegebene Inflationsrate über der prozentualen Gehaltserhöhung, zeigt der Rechner eine negative kaufkraftbereinigte Veränderung an. Das bedeutet: Nominal haben Sie mehr Geld, aber real – also nach Abzug der Preissteigerung – können Sie sich davon weniger leisten als vorher. Mehr zur Unterscheidung erklärt der Wikipedia-Artikel zum Reallohn.
Wie realistisch ist der geschätzte Netto-Anteil?
Der Netto-Anteil im Rechner ist bewusst ein einfacher, manuell einstellbarer Schätzwert und keine vollständige Steuerberechnung. In der Realität hängt der tatsächliche Netto-Anteil einer Gehaltserhöhung von vielen Faktoren ab: der Steuerklasse, dem Grenzsteuersatz im oberen Einkommensbereich, der Kirchensteuerpflicht, der Krankenkasse und weiteren persönlichen Angaben. Wer eine präzisere Schätzung möchte, kann das alte und das neue Bruttogehalt einfach zusätzlich durch den Brutto-Netto-Rechner laufen lassen und die beiden Nettoergebnisse miteinander vergleichen – das ersetzt die grobe Prozent-Schätzung durch eine Berechnung auf Basis der tatsächlichen Steuer- und Sozialversicherungsregeln.
Ist das neue Gehalt überhaupt marktgerecht?
Eine Gehaltserhöhung ist nur dann wirklich ein Erfolg, wenn das Ergebnis auch im Vergleich zum eigenen Berufsfeld stimmt. Die Bundesagentur für Arbeit stellt dafür ein kostenloses, offizielles Vergleichswerkzeug bereit, das Bruttoentgelte nach Beruf, Region und Anforderungsniveau auswertet – ein guter erster Realitätscheck vor jeder Gehaltsverhandlung.
- Bundesagentur für Arbeit – Entgeltatlas (Bruttoentgelte nach Beruf, Region und Anforderungsniveau)
- Statistisches Bundesamt – Verbraucherpreisindex und Inflationsrate (aktuelle Inflationsrate für das Eingabefeld „Inflation")
- Wikipedia – Reallohn (Definition und Abgrenzung zum Nominallohn)
Drei Beispielrechnungen zum Nachvollziehen
Alle drei Beispiele sind mit der tatsächlichen Rechenlogik des Tools nachvollzogen und zeigen die drei Eingabemodi in der Praxis:
3.500 €/Monat, +8 %, Netto-Anteil 55 %, Inflation 2 % (Beispielwert), 40 Wochenstunden.
3.780 € neues Brutto +280 €/Monat brutto · ≈ +154 €/Monat netto · real +2.470,59 €/Jahr3.500 €/Monat, +150 €/Monat fest, Netto-Anteil 50 %, Inflation 5 % (Beispielwert zur Veranschaulichung).
3.650 € neues Brutto +150 €/Monat brutto (+4,29 %) · aber real −285,71 €/Jahr3.500 € → Ziel 4.000 €/Monat, Netto-Anteil 55 %, Inflation 2 %, 3 rückwirkende Monate.
+500 €/Monat (+14,29 %) Rückwirkende Nachzahlung: 1.500 € brutto ≈ 825 € geschätzt nettoDas zweite Beispiel zeigt bewusst einen Fall, in dem eine nominale Erhöhung von 150 € pro Monat bei hoher Inflation trotzdem zu einem realen Kaufkraftverlust führt – ein Effekt, den reine Prozentangaben ohne Inflationsvergleich nicht sichtbar machen.
Praktische Tipps für die Gehaltsverhandlung
Häufig gestellte Fragen
Nein. Der Netto-Anteil ist ein von Ihnen frei wählbarer, grober Schätzwert. Für eine präzise Berechnung auf Basis von Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkasse ist ein vollständiger Brutto-Netto-Rechner notwendig.
Weil die eingegebene Inflationsrate höher ist als die prozentuale Gehaltserhöhung. Nominal haben Sie mehr Geld, real – also nach Abzug der Preissteigerung – jedoch weniger Kaufkraft.
Der Rechner teilt das Jahresbrutto durch die Wochenstunden multipliziert mit 52 Wochen. Das ergibt einen einfachen, gut vergleichbaren Bruttostundenlohn vor und nach der Erhöhung.
Ja. Neben Euro stehen Schweizer Franken, US-Dollar und britisches Pfund zur Auswahl – die Berechnungslogik bleibt dabei identisch, nur die Anzeige der Beträge ändert sich.
Damit lässt sich die Nachzahlung berechnen, wenn eine Gehaltserhöhung erst nachträglich vereinbart wurde, aber bereits für zurückliegende Monate gelten soll.
